Bordüren und Borten Tipps & Anleitung zum Tapezieren und Streichen

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Unter Bordüren und Borten versteht man schmale dekorativ belegte Streifen, die aus Papier, Folie, Fliesen oder aufgetragener Farbe bestehen können. Sie sind sehr beliebt und sehr leicht einzusetzen, um einem Raum den besonderen Flair zu verleihen. Außerdem können Bordüren als Raumteiler fungieren, um so optisch Flächen voneinander zu trennen.
Haben Sie bei sich einige Gestaltungsmängel? Dann können Bordüren diese leicht beseitigen, indem Sie hohe Wände teilen und dadurch optisch verkürzen oder die Übergänge von verschiedenen Wandbelägen elegant kaschieren.

Kleiner Tipp: Bevor Sie anfangen diverse Bordüren zu gestalten, erstellen Sie einfach einen „Dummy“, also eine Testbordüre, und befestigen Sie diesen mit Malerkrepp im Raum. Mit diesem einfachen Test, können Sie feststellen, ob eine Bordüre die gewünschte Wirkung erzielt und ob die Position stimmt. Mit dieser Vorgehensweise kann man unangenehme Überraschungen aus dem Weg gehen und vorher genau überlegen, wo die endgültige Position der Bordüre sein wird.

Bordüren und Borten:
Herstellung, Eigenschaften & Arten

Es gibt vorgefertigte Tapetenbordüren oder selbstklebende Bordüren, doch hat man ein bisschen Freizeit, so kann man Bordüren je nach Geschmack auch anders umsetzen.

– Bordüren aus Fliesen oder Holz:
Das sind Fliesenbordüren, die im Bad oder in der Küche ohne viel Aufwand angebracht werden, um individuelle Nuancen zu setzen. Holzbordüren dagegen eignen sich vor allem für eine effektvolle Trennung zweier Wandgestaltungen, wie zum Beispiel zwischen Farbe und Tapete.

– Bordüren mit Schablone und Stempel:
Mit Schablonen und Stempel können auch Borten mit Farbe auf die Wand aufgetragen werden. Dabei können Schablonen in den unterschiedlichsten Mustern fertig gekauft werden, oder natürlich auch einfach selber hergestellt werden.

– Stuckbordüren:
Sie sind nostalgisch und wollen in ihrer Wohnung einen ganz edlen Touch von Altbau haben? Dann haben Sie die Möglichkeit Dekorationen mit Zierprofilen und Stuckleisten zu verwenden. Diese können an Wand oder Decke leicht angebracht werden.

– Wand-Tattoos:
Derzeit sehr in Mode sind Wand-Tattoos und Wandsticker. Es gibt sie auch als Bordüren, welche sich hervorragend zur Dekoration eignen. Sie sind nicht nur einfach auf die Wand aufzubringen, sondern auch ganz einfach wieder abzulösen. Es gibt sogar welche, die nach Ablösung wieder verwendbar sind, was bei einem Umzug oder einer Einrichtungsänderung sehr von Vorteil sein kann.

Sie sind selber kreativ und wollen ihre Bordüren und Borten individuell gestalten und selbst herstellen? Dann hier eine kleine Anleitung, die Ihnen dabei sicher hilfreich sein wird!
>> Bordüren und Borten selber machen

Tapetenbordüren

Am meisten wird die Tapetenbordüre eingesetzt. Das liegt wohl daran, dass zum Teil viele passend als Tapetenbändern zu Tapetenkollektionen angebotenen werden, aber auch bei schlichten Untergrund fast jede dazu passt. Es gibt eine riesige Auswahl an Designs mit den unterschiedlichsten Qualitäten. Es gibt zum Beispiel, diverse Ornamente, Grafiken, Symbole, Blumen und Pflanzen etc. Dabei wird eine Bordüre zwischen 5cm bis zu 55cm breit und 5m – 10m lang meistens angeboten. Die wohl beliebteste und auch bekannteste Art der Bordüre, ist die, die aus fertigen Tapetenstreifen besteht.
Für welche Bordüre Sie sich auch entscheiden werden,  denken Sie stets dran:
Die Vorarbeit ist das wichtigste, um das bestmöglichste Ergebnis zu bekommen!

Tapetenbordüre Tipps & Anleitung

– 1. Tapetenbordüre ausrichten und positionieren

Hier kommt es darauf an, welche gestalterische Idee Sie mit dem Anbringen einer Bordüre verfolgen. Fragen sind zum Beispiel:

Sollen bestimmte Elemente wie Fenster, Türen oder Spiegel umrahmt oder betont werden? Soll ein hoher Raum nicht mehr so hoch wirken? Soll der Übergang zwischen zwei unterschiedlichen Wandbelägen kaschiert oder auch hervorgehoben werden? Oder wollen Sie einfach einen schlichten Raum ein bisschen mehr Flair verleihen?

– Benötigtes Material:
Zollstock,
Wasserwaage, evtl. ein Lot,
Schlagschnur,
Bleistift,
Reißzwecken & Malerkrepp.

Wie bereits schon angesprochen, sollten Sie die Bordüre (Dummy) mit Stecknadeln, Reißzwecken oder Malerkrepp an der Wand testen, um spätere Überraschungen vermeiden zu können!

Los geht es mit der genauen Position der Bordüre: Da die meisten Wände, Böden & Decken nicht zu 100% im rechten Winkel angebracht sind, ist es nicht immer einfach die optimale Position zu ermitteln. Wenn die Bordüre parallel zu Möbeln sein soll, so wird sie am Boden ausgerichtet, soll sie kurz unter der Decke angebracht werden, so wird sie an der Decke ausgerichtet.

Haben Sie sich für eine genaue Position entschieden, dann nehmen Sie in kleinen Abständen immer wieder Maß vom Boden/Decke/Schrank, markieren die Höhe und verbinden die Markierungen anhand eines langen Lineals, einer Richtlatte oder einer straffen Schnur mit einem dünnen Bleistiftstrich.
Wollen Sie eine Bordüre im Treppenhaus anbringen? Dann nimmt man die Treppenstufen als Maß, aber Achtung, oft sind Treppenstufen nicht exakt gleich hoch.

Die Gretchenfrage: Tapetenkleister oder Bordürenkleber?

Es gibt einen speziell starken Kleber für Borten und Bordüren, dieser ist wichtig damit die Bordüre auch auf glatten nicht saugenden Oberflächen ordentlich hält. Nachdem Sie die Bordüre auf das richtige Maß zugeschnitten haben (immer schön ein bisschen Zuschnitt lassen), streichen Sie die Bordüre mit Bordürenkleister ein, falten sie zusammen und lassen es ein wenig einwirken. Nach der Weichzeit, die Bordüre auseinander falten und mit einem Ende anfangen. Wenn an den Rändern beim Festdrücken ein bisschen Kleber herauskommt, diesen möglichst schnell mit einem feuchten Tuch entfernen.
Man muss aber nicht zwangsweise speziellen Bordürenkleber verwenden. Wenn Sie sowieso schon am Tapezieren sind, dann können auch ganz normalen Kleister verwenden.

Tapetenbordüren entfernen

Wenn man nicht selbstklebende Tapetenbordüren verwendet, dann man diese genauso leicht entfernen wie herkömmliche Tapeten.
Einfach mit einem Schwamm oder Lappen mit warmen Seifenwasser einweichen und dann Stück für Stück abziehen. Wollen Sie nur die Borte und nicht die darunter liegende Tapete entfernen, ist es wichtig darauf zu achten, dass der Untergrund nicht zu sehr eingeweicht wird. Die Bordüre sollte aber trotzdem noch gut durchnässt sein; das erfordert manchmal eine Menge Geduld. Ist die Bordüre gut eingenässt, lässt sich zumindest die obere Schicht entfernen. Dann einfach erneut einweichen und die Trägerschicht abziehen. Meistens bleiben bei diesem Vorgang noch etliche Reste der Bordüre übrig. Dann einfach ein Fummeleisen nehmen und langsam an der benötigten Stelle schaben. Es kann manchmal Vorkommen, dass sich bestimmte Bordüren überhaupt nicht so richtig lösen wollen.
Hier unser Tipp: Den Kleber anhand eines Heißluftföhns erwärmen und die Bordüre langsam abzuziehen. Wichtig dabei ist, darauf zu achten, dass der Föhn nicht zu lange auf eine Stelle gehalten wird, Vorsicht heiße Bordüre!

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