Papiertapeten Tipps & Anleitung zum Tapezieren und Streichen

>> Zurück zur Übersicht

Die Papiertapete macht mit ihren zahlreichen Variationen den größten Anteil der Tapetensorten aus.
Diese wird häufig aus Recycling-Papier hergestellt und wurde in mehreren Farbdurchläufen auf der Vorderseite bedruckt. Fast immer werden die Papiertapeten mit einer Gaufrage-Walze unter hohem Druck zwischen Negativ- und Positivwalze reliefartig geprägt. Hat man eine hochwertige Prägung, so werden zwei Papierbahnen aufeinander kaschiert, die man dann Duplex-Prägung nennt.
Papiertapeten hängen meist von dem aktuellem Modestil ab, daher werden auch jährlich zahlreiche neue Musterkollektionen vorgestellt. Die Mustertapete ist eine Form der Papiertapete mit aufgedruckten Muster. Wir raten Ihnen beim Kauf einer Mustertapete vor allem Rapport und Verschnitt zu achten. Je größer das jeweilige Muster ist, desto mehr Verschnitt muss eingeplant werden. Die Angaben dazu finden Sie übrigens auf der Tapetenrolle.

Papiertapete – Herstellung & Eigenschaften

Die Herstellung einer Papiertapete ist kein großes Geheimnis: Die Tapetenbahn kann aus einer oder zwei Papierbahnen bestehen; das bedeutet, dass zwei Bahnen vor dem Musterdruck miteinander verklebt werden. Dabei ist das vordere Papier komplett neu und das hintere, rückseitige Papier besteht meist aus Recyclingpapier. Die Qualität der Papiertapete wird durch das Gewicht bestimmt:

  • Leichte Papiertapeten wiegen zwischen 90 und 120 g,
  • Mittelschwere Papiertapeten zwischen 120 und 150 g
  • Schwere Papiertapeten über 150 g pro m² – Rohpapier

Der Vorteil von Papiertapeten ist, dass diese meistens sehr gut lichtbeständig sind, da diese per Flexodruck, Tiefdruck oder sogar manchmal noch mit Leimdruck hergestellt werden.
Übrigens: Bei einer Fondtapete erhält das Papier einen durchgehenden Farbauftrag, worauf dann das Tapetenmuster aufgedruckt wird. Das macht diese Tapete besonders Lichtbeständig und steigert so die Qualität enorm.

 

Papiertapeten Tipps & Anleitung
zum Tapezieren und Streichen

– 1. Wände vorbereiten und grundieren

Um ein gutes Tapezier Ergebnis zu haben und den Vorgang wesentlich zu erleichtern, ist es wichtig, dass im ersten Schritt die Grundierung zuerst aufgetragen wird. Das liegt daran, dass das schöne Ergebnis von Tapeten mit einer sorgfältigen Vorbereitung stark zusammenhängt! Damit es beim Tapezieren wie geschmiert läuft, spielt ein optimales Verhältnis von Grundierung und Kleister eine entscheidende Rolle. Da stellt sich sogleich die Frage, welche Grundierung für welchen Untergrund die beste ist und welcher Kleister zu welcher Tapete passt. Das kann ihnen am besten ein Fachmann nächsten Baumarkt genau sagen, aber meist reicht es schon aus, wenn man einfach Universalkleister verwendet. Wichtig dabei ist: Bevor man anfängt muss die Wand glatt, sauber und trocken sein! Wenn man einen stark saugenden Untergrund hat, so wird meist das Ganze unverdünnt aufgetragen. Hat man eine schwach saugende Fläche, so werden zwei Teile Grundierung mit einem Teil Wasser verdünnt.

Bei der Grundierung an sich, trägt man mit einer Kleisterbürste die klebrige Masse direkt auf die Wand auf. Wir empfehlen bei diesem Vorgang eine Schutzbrille zu tragen, denn wenn das in die Augen gerät, so kann das einem schnell die Lust am Tapezieren verderben. Dann 2-3 Stunden später, abhängig vom Untergrund und Temperatur, kann man loslegen die Wand zu tapezieren!

– 2. Papiertapete anbringen

Hier eine Beispielvariante für ein typisches Kinderzimmer: 1 Wand Rosa-gestreifte Tapeten, 1 Rosa mit Herzen/Erdbeeren und 1 Wand Unifarben rosa Tapeten. Die Materialien sind schnell zusammengestellt und die Vierte Wand bleibt komplett weiß, damit man den Raum optisch größer werden lässt.

Als erstes werden die Wände ausgemessen, damit der Zuschnitt der Tapetenbahnen bestimmt wird. Anschließend wird die Tapete auf dem Tapeziertisch ausgerollt, verständlicherweise mit der Rückseite nach oben. Die Maße der Wand werden auf die Tapete übertragen und markiert.

Danach wird die Tapete mit einer Schneidehilfe (Tapezierhilfe) und mit einem Tapetenmesser (Cutter) zurechtgeschnitten. Anschließend ordentlich mit einer Kleisterbürste die Rückseite den Kleister gleichmäßig verteilen und von beiden Seiten her die Tapete zusammenlegen und mindestens 5 Minuten einweichen lassen. Achtung: Sie sollten beachten, dass bei einer zu langen Weichzeit die geprägte Oberfläche der Tapete verloren gehen kann!
Dann der Clou: Mit etwas Überstand an der Wandoberseite die Bahn ansetzen und Stück für Stück auf die Wand anbringen.
Hierbei empfehlen wir vor allem eine Tapezierbürste zu verwenden, damit die Tapete schön glatt gestrichen werden kann. Danach mit einer Moosgummirolle die Tapete schön andrücken, damit ja keine Blasen entstehen. Falls die Tapete hier nicht ganz perfekt sitzt, kann man sie ein bisschen Schieben und Ziehen, um in die gewünschte Lage zu bringen.
Hinweis: Bei Mustertapeten immer schön auf den passenden Ansatz der Bahnen achten und immer schön auf Stoß kleben.

Ist das genau das richtige für Sie? Dann jetzt hier bei uns im Shop sich die passende Papiertapete raussuchen!
>> Papiertapeten kaufen