Vliestapeten Tipps & Anleitung zum Tapezieren und Streichen

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Vliestapeten haben in den letzten Jahren immer mehr an Ansehen und Beliebtheit gewonnen. Das liegt einmal an ihrer einfachen Verarbeitung, sowie an der eingesparten Zeit die beim Tapezieren entsteht. Da keine Vorkenntnisse beim Tapezieren vorausgesetzt werden, entstehen auch keine Probleme beim Tapezieren. Mit unseren Tipps schafft ihr es mit Leichtigkeit Vliestapeten auf eure Wände anzubringen – ganz ohne fremde Hilfe!

Vliestapete – Herstellung & Eigenschaften

Da der Vliesträger aus einem speziellem Zellstoff- und Polyesterfasern und aus polymeren Bindemitteln besteht, wird der Einsatz von PVC überflüssig. Das hat den Vorteil, dass diese frei von Formaldehyd, Lösemitteln sowie Schwermetallverbindungen sind. Hinzu kommt noch, dass die Oberflächen der Vliesfaser scheuerbeständig und deutlich unempfindlich gegenüber UV-Licht gemacht werden. So sind Vliestapeten besonders langlebig und stehen noch eine lange Zeit wie neu aus. Selbst kleine Risse oder Putzfugen können ohne große Schwierigkeiten elegant überbrückt werden, sodass sich die Vliestapete für zahlreiche Untergründe eignet. Außerdem sind diese noch schwer entflammbar und wasserdampfdiffusionsfähig.
Da Vliestapeten meistens ansatzfreie Strukturen aufweisen, können diese praktisch ohne Verschnitt auf die Wand tapeziert werden. Zudem gibt es seidenweich Vliestapeten, mit stofflichen und lederartige Strukturen oder grob und porös – also für jeden Geschmack ist etwas dabei.

Vliestapeten Tipps & Anleitung
zum Tapezieren und Streichen

– 1. Materialien

Der große Unterschied zu herkömmlichen Papiertapeten ist die leichte Verarbeitbarkeit. Denn Vliestapeten benötigen keine Einweichzeit, sondern lassen sich nach dem Einkleistern direkt auf die Wände tapezieren, da das Trägermaterial aus feuchtigkeitsbeständigen, formstabilen Vliesfasern besteht. Deshalb dehnen sich Vliestapeten weder aus und noch ziehen sie sich zusammen! Da diese noch kleine Risse in der Oberfläche ausgleichen, werden damit gleichmäßige und tragfähige Oberflächen geschaffen, die den gesamten Arbeitsprozess deutlich erleichtern.

Zum Tapezieren dieser Tapetensorte sind folgende Materialien erforderlich:

  • Vliestapete
  • Spezieller Kleister für Vliestapeten
  • Kleisterrolle
  • Malerspachtel
  • Cutter-Messer
  • Wasserwaage
  • Nahtroller

– 2. Wände vorbereiten

Zwar lässt sich die Vliestapete auf jedem tapezierfähigen Untergrund anbringen, dennoch sollten Sie beachten, dass auf farbigen Untergründen oder Tapeten eine Vorbehandlung mit einem speziellen pigmentierten Tapeziergrund für Vliestapeten zu empfehlen ist. Ist dies nicht der Fall, so läuft man Gefahr, dass der farbige Untergrund durchschimmert oder sogar Flecken entstehen.
Als erstes sollten Sie die Tapete auf Wandhöhe mit einem scharfen Cutter zurechtschneiden und z.B. Instant Rollkleister für Vliestapeten nach Herstellerangaben anrühren. Anschließend wird mittels einer Kleisterrolle dieser direkt auf die Wand aufgetragen, sodass das umständliche Einkleistern und Falten der Tapete entfällt.

– 3. Vliestapete anbringen

Sie rollen ein schmales Stück von der Tapetenrolle ab und drücken es an der oberen Kante der Wand auf den Kleister an. Hierbei ist eine Wasserwaage immer sehr hilfreich, damit alles schön gerade wird. Anschließend wird die Vliestapete vorsichtig abgerollt und komplett auf die ganze Wand aufgebracht. Am unteren Ende der Wand muss die Tapete glatt gestrichen werden, welches z.B. mit einem Malerspachtel sehr gut geht. Dabei nicht vergessen die überstehenden Reste mit einem Cutter-Messer abzuschneiden. Danach machen Sie weiter mit den anderen Tapetenbahnen.
Tipp: Nebeneinander liegende Bahnen nicht überschneiden! Denn Sonst haftet die Vliestapete nicht vollständig an der Wand und kann sich lösen. Sobald Sie eine Wand tapeziert haben, immer schön mit einem Nahtroller die einzelnen Bahnen glätten. Mit dieser Vorgehensweise lassen sich Vliestapeten sehr schnell und relativ einfach tapezieren!

Vliestapete Entfernen

– Leichtes Entfernen ohne Anfeuchten und Kratzen

Um die Vliestapete zu entfernen, wird einfach eine ihrer Ecken gelöst und die Bahn vorsichtig abgezogen. Das hat vor allem den Vorteil, dass kein Reißen entsteht, da die Vliestapete ein robustes Gewebe hat. Danach kann man die Wand erneut ohne große Vorbereitungen tapezieren. Wem das zu wenig ist, der sollte die Wände vor dem Tapezieren grundieren. Der große Vorteil dieser Tapetensorte ist, dass diese sich sogar mit Putzbeschichtung rückstandslos und trocken wieder abziehen lässt!

Vliestapete überstreichen

Ein weiterer Vorteil dieser Tapeten ist, dass man für die neue Wandgestaltung keine Vorerfahrungen mit Renovierungen haben muss. Vliestapeten lassen sich mühelos überstreichen. Hier bietet sich vor allem reines Vlies mit einer glatten Oberfläche an. Hat man eine herkömmliche, so sollte man darauf achten, dass die Farbe nicht zu dick aufzutragen wird, damit die Struktur weiterhin sichtbar bleibt. Daher empfehlen wir Ihnen dabei eine kurzflorige Walze zu verwenden, diese ist für Streicharbeiten sehr gut geeignet.

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